| Speyerer Morgenpost (14.10.2004): | ||
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Tückische
Details des Zuwanderungsgesetzes
Ungelöste Härtefälle |
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Welche Konsequenzen hat das
neue Zuwanderungsgesetz auf die Zuwanderung in Deutschland?
Dieser Frage widmete sich Manfred Asel, Referent beim Diakonischen
Werk, am Dienstagabend in der Villa Ecarius vor den zahlreich
erschienen Interessenten.
Im Rahmen zum "Tag des
Flüchtlings 2004" hatten die Ortsgruppe Speyer von amnesty
international, die Arbeitsgemeinschaft Asyl und die Volkshochschule
Speyer eine Einführung zu den Neuerungen des Zuwanderungsgesetzes
angekündigt. Mit der Anerkennung von nichtstaatlicher und
geschlechts- spezifischer Verfolgung seien zwar Verbesserungen im
humanitären Bereich erfolgt, so Asel. Dennoch sei der notwendige
Perspektivwechsel in der Migrationspolitik nicht vollzogen worden.
Vor allem bei den bislang nur
"geduldeten" Migranten im Land schürt das neue Gesetz viele
Ängste, wie aus der lebhaften Diskussion der Betroffenen schnell
deutlich wurde. Tatsächlich seien es gerade die langjährig in
Deutschland lebenden und integrierten Menschen ohne Aufenthaltsrecht,
die vom Zuwanderungsgesetz außer Acht gelassen würden, wie
Manfred Asel feststellte.
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Er bedauerte, dass die
Anregungen der Kirschen und Wohlfahrtsverbände, für die so
genannten "Altfälle" ein Bleiberecht zu schaffen, keinen
Niederschlag im Gesetz gefunden hätten. Lediglich an eine
Härtefallregelung sei gedacht worden, aber welche Regelungen einen
Härtefall definierten und welche Zusammensetzung die bestimmende
Kommission haben werde, sei nach wie vor offen.
Aufgabe der Kirchen und
Wohlfahrtsverbände sei es deshalb, an der Erarbeitung
möglicher Kriterien mitzuarbeiten und für die betroffenen
Menschen eine Abschiebung zu verhindern, bis die Gesetzeslage
geklärt sei. Die nachweislich aus dem Kosovo stammenden
Minderheiten wie Serben und Roma würden aller Voraussicht nach
nicht abgeschoben.
"Aber Minderheiten aus
Jugoslawien haben keine Chance, wenn es keine Bleiberechtregelung
gibt", musste er die Erleichterung im Publikum dämpfen. Für
eine Bleiberechtregelung verknüpft mit der Ermöglichung von
Erwerbsarbeit werde sich die Diakonie auch zukünftig einsetzen,
versprach er.
(ms)
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